Nachlasspflegschaft
&
Nachlassverwaltung

Eine Nachlasspflegschaft wird vom Nachlassgericht angeordnet, wenn die Erben unbekannt sind, die Erbenermittlung voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen wird und der Nachlass der Sicherung und eines Verwalters bedarf.

Der Nachlasspfleger vertritt die noch unbekannten Erben im Rahmen des vom Nachlassgericht angeordneten Wirkungskreis. Es ist also darauf zu achten, ob nur die Sicherung des Nachlasses und dessen Verwaltung zum Aufgabenkreis zählen oder auch die Ermittlung der Erben. Entsprechend vielgestaltig können die wahrzunehmenden Tätigkeiten ausfallen.

mehr als 800

Nachlasspflegschaften / Testamentsvollstreckungen betreut

Was unterscheidet die Nachlasspflegschaft von der Nachlassverwaltung?

Der Nachlasspfleger entscheidet in Zweckmäßigkeitsfragen selbstständig.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Nachlassverwaltung um eine Nachlasspflegschaft zum Zwecke der Befriedigung der Gläubiger. Denn auch die Schulden des Erblassers gehen auf die Erben über. Dieses Ergebnis kann für die Erben unerwünscht sein. Der Erbe kann das Ziel haben, die Haftung für Erblasserschulden auf den Nachlass zu beschränken. Hier bietet es sich an, die Nachlassverwaltung zu beantragen.

Die persönliche und fachliche Eignung des Nachlasspflegers und Nachlassverwalter spielt naturgemäß eine große Rolle.

Aufgrund der langjährigen Expertise von Frau Rechtsanwältin vom Berg als Nachlasspflegerin und Nachlassverwalterin in über 800 abgewickelten Nachlässen, verfügt sie über die persönliche und fachliche Eignung.

FAQ | Häufige Fragen

Der Nachlasspfleger vertritt die noch unbekannten Erben im Rahmen des vom Nachlassgericht angeordneten Wirkungskreis. Es ist also darauf zu achten, ob nur die Sicherung des Nachlasses und dessen Verwaltung zum Aufgabenkreis zählen oder auch die Ermittlung der Erben. Entsprechend vielgestaltig können die wahrzunehmenden Tätigkeiten ausfallen.

Der Nachlasspfleger entscheidet in Zweckmäßigkeitsfragen selbstständig.

Voraussetzung für die Einleitung einer sogenannten Sicherungspflegschaft ist, dass der

  • Erbe unbekannt ist; als unbekannt gilt der Erbe auch, wenn er zwar der Person bekannt ist, aber die Erbschaft noch nicht angenommen hat, oder ungewiss ist, ob er sie angenommen hat,
  • ein Bedürfnis der Fürsorge für den Nachlass besteht.

Bei Erben, die sich im Ausland aufhalten, für die eine sechsmonatige Ausschlagungsfrist gilt, kann die Ungewissheit über die Annahme der Erbschaft die Einleitung einer Nachlasspflegschaft rechtfertigen, da häufig Sicherungsmaßnahmen zu treffen sind, die ein langes Zuwarten nicht angezeigt erscheinen lassen.

Die Erben werden grundsätzlich Inhaber aller vermögensrechtlichen Positionen des Erblassers. Entscheidend ist nicht, ob die Erben die einzelnen Vermögensgegenstände kennen. Es bedarf insbesondere nicht einer ausdrücklichen Annahme der Erbschaft. Mehrere Erben organisiert das Gesetz als Erbengemeinschaft, an der jeder Miterbe mit einem bestimmten Anteil, seinem Erbteil, beteiligt ist.

Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und die Bestellung des Insolvenzverwalters geht die Verfügungsbefugnis über den Nachlass auf den Insolvenzverwalter über.

Die Nachlassverwaltung hebt sich von der Nachlasspflegschaft dadurch ab, dass diese überwiegend zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger eingerichtet wird. Ihre Funktion ist die Beschränkung der Haftung der Erben auf den Nachlass.

Eine Nachlasspflegschaft wird vom Nachlassgericht angeordnet, wenn die Erben unbekannt sind, die Erbenermittlung voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen wird und der Nachlass der Sicherung und eines Verwalters bedarf.

Der Nachlasspfleger vertritt die noch unbekannten Erben im Rahmen des vom Nachlassgericht angeordneten Wirkungskreis.